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Bei unserem Papa und Opa ist der Ursprung unserer Radsportfamilie zu finden Am 1. Mai 1946 fuhr ich Klaus Schabbel, geb. 1932 in Erfurt mein erstes Rennen „Rund um das Hos-pital" in Erfurt. Anfangs nur mit mäßigem Erfolg in der Jugendklasse B, da ich heimlich fahren musste, weil mein Vater unbedingt wollte, dass aus mir ein Fußballer wird, wozu ich aber nicht die geringste Lust verspürte. Der Erfolg stellte sich dann im Laufe der Zeit, bedingt durch hartes Training, auf der Erfurter Zementbahn „Andreasried" und vor allem auf der Straße ein. 1949 wurde ich nach vielen Siegen und guten Platzierungen in den Jugendklassen mit der „BSG Post Erfurt" DDR-Vizemeister über 4000 Meter in der 4-er Mannschaftsverfolgung auf der Bahn. Kurz da-rauf meldete ich mich freiwillig bei der kasernierten Volkspolizei (KVP - Vorläufer der Volksarmee), mit dem Gedanke, sportlich weiter zu kommen, was im nachhinein gesehen ein „Schuss in den Ofen" war. Denn neun Monate Grundausbildung, Versetzung nach Leipzig zu einer Granatwerfereinheit, und die nicht mit meiner Übereinstimmung politischen Zielsetzungen, denen ich unterworfen war, wurde es im-mer schwieriger, meine sportlichen Ziele zu erreichen; im Gegensatz zu anderen Radsportlern. Nach meiner Flucht 1951 in den Westen arbeitete ich erst zwei Jahre als Knecht in der Landwirtschaft im Münsterland . Ich bekam 60,- DM im Monat, wovon ich mir Geld für Rennmaterial zusammensparte. Manchmal, wenn es gar nicht anders ging, musste ich auch mal was auf Pump kaufen, nur um wieder Rennen fahren zu können. Mit dem Training war es nicht immer leicht und auch die ersten Rennen wa-ren kein Zuckerschlecken, aber dennoch packte ich es. Nachdem ich wieder in meinen Beruf als Bau-schlosser und E-Schweißer in Oelde arbeitete, zog ich mir am 2. Januar 1954 bei „1000 mal Rund in der Münsterlandhalle" startend für „Schwalbe Oelde" einen Schläfenbeinbruch zu. Im Mai lernte ich in Wiesbaden unseren „Guten Geist", meine Ehefrau Marlene und Mutter unserer drei Kinder kennen und siedelte natürlich von Oelde in Westfalen nach Wiesbaden über. Ohne Marlene hätte sich unsere Radsportfamilie nie so entwickeln können. Ihr Einsatz Tag und Nacht für unsere rad-sportbegeisterten und auch talentierten Kindern war einzigartig. Ob das Tupfen von kleinen Wunden oder Wegwischen der Tränen aus dem Gesicht, ob Reparatur am kaputten Trikot spät am Abend oder das massenweise Kochen von Nudeln, sie stand stets für uns alle parat. Mittlerweile seit 47 Jahren, wie einzigartig! Dafür ein großes DANKESCHÖN von deiner ganzen Familie ! In Wiesbaden fuhr ich bis 1957 erst für den „Sturmvogel Wiesbaden" und dann für den „RC 07 Wies-baden" unter nicht gerade leichten Bedingungen. Es war viel zu wenig Zeit zum Trainieren für die Aschenbahn und Straßenrennen. 1968 musste ich leider nach einer Erkrankung mit dem aktiven Rad-sport aufhören. Allerdings blieb ich dem Radsport, vor allem als Trainer meiner drei Kinder und später als Berater meiner Enkelkinder erhalten. Womit ich nun zur 2. Generation unserer Radsportfamilie wechseln kann. |