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Sabine
holt sich bei ihrer ersten WM-Teilnahme begehrtes Edelmetall (FotosRoth)
Die ganze
Familie war, wie bereits beim WM-Zeitfahren, auf einigen kanadischen Seiten
online unterwegs, um über den Verlauf des Juniorinnen-Rennens informiert
zu sein.
Da hieß es zum Beispiel nach der zweiten von sechs zu fahrenden
Runden, dass es eine zweiköpfige Spitzengruppe mit einer deutschen
Fahrerin gibt. Aber auch über zwei Stürze in der ersten Runde
wurde berichtet.
Es waren schon aufregende zwei Stunden bis zur Bronzemedaille.
Tissot Timing, die offizielle Zeitnahme der Weltmeisterschaft, brachte
auf ihrer Internetseite die von den am Rad befestigten Transpondern bei
jeder Zieldurchfahrt gemessenen Fahrzeiten der Fahrerinnen.
Keine der Fahrerinnen konnte sich in den ersten 5 Runden entscheidend
absetzen. Sabine war während des ganzen Rennens (Zieldurchfahrten),
wie eigentlich bei jeden ihrer Rennen, unter den ersten 10 platziert.
Auf der letzten Runde wurde es dann wohl richtig ernst. Diese 12,4 Kilometer
waren von vielen Vorstößen geprägt, so dass sich eine
Spitzengruppe mit elf Fahrerinnen bildete. Neben Sabine und ihrer Teamkollegin
Bianca Knöpfle (Weltmeisterin im Einzelzeitfahren) waren das 3 Fahrerinnen
aus Australien und je eine aus den Niederlanden, Rußland, Italien,
Polen, Schweiz und Belgien.
Zwischen diesen Fahrerinnen, die mittlerweile einen Vorsprung von 32 Sekunden
herausgefahren hatten, sollte auf der Zielgeraden die Entscheidung fallen.
Hier konnte Sabine nun auch der "Radwelt" zeigen, dass sie eine
Allrounderin ist.
Mit Platz drei im Finale ihrer ersten Weltmeisterschaft holte sich die
Jüngste (erster Jahrgang der Juniorinnen) gleich ihre erste Medaille.
Mit einem fulminanten Finish sprintete Sabine von Platz 8 der Spitzengruppe
auf den Bronzeplatz.Mit der neuen Weltmeisterin Loes Markrink/Ned und
Irina Tolmacheva/Rus, die nach dem Zieleinlauf durch einen Fotografen
zu Fall kam, musste sich Sabine nur zwei Fahrerinnen geschlagen geben,
die nächstes Jahr aus Altersgründen bei den Juniorinnen nicht
mehr startberechtigt sind.
Nach der Siegerehrung
und den Interviews stand, wie Sabine bei einem kurzen Telefonanruf berichtete,
noch die Dopingkontrolle an.

Genießen kann
Sabine die Radweltmeisterschaften 2003 in Hamilton allerdings nicht mehr.
Der Bund Deutscher Radfahrer hat den Rückflug für die Juniorinnen
noch für den gleichen Abend gebucht.

Die letztjährige
Weltmeisterschaft hat Sabine noch vor dem Fernseher verfolgt.
Dieses Jahr war sie als Aktive live dabei und krönte ihre überragende
Saison 2003 mit der sensationellen Bronzemedaille im Einerstraßenfahren
der Juniorinnen.
Wir alle sind stolz und sagen chapeau Sabine.
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